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Genetisch bedingte Fettdepots an Oberschenkeln, Bauch, Hüften und Oberarmen sind von normalen Fettabbauprozessen weitgehend ausgenommen und können nur sehr schwer durch Sport oder ein entsprechendes Ernährungsverhalten abgebaut werden. Einziger Ausweg: die Liposuktion oder Fettabsaugung.

Dabei wird zunächst in das abzusaugende Fettgewebe eine speziell zusammengesetzte Flüssigkeit gespritzt, die das Gewebe aufschwemmt. Das aufgeweichte Fett wird anschließend mit Kanülen abgesaugt. Blutgefässe bleiben dabei unverletzt, d.h. es kommt durch ein Fettabsaugen in der Regel zu keinen Verletzungen und auch zu keiner Narbenbildung.

Wir achten darauf, dass das Gewebe der behandelten Körperstelle möglichst ohne Dellen und Unregelmäßigkeiten erscheint und einem natürlichen Erscheinungsbild entspricht. Gegebenenfalls werden im Nachfeld des Eingriffes noch zusätzliche gewebestraffende Maßnahmen gesetzt.

Mit dem operativen Verfahren der Fettansammlung können unter der Haut gelegene Fettansammlungen an nahezu jeder Stelle des Körpers dauerhaft entfernt werden.

Bei ausreichender Elastizität zieht sich die Haut nach dem Eingriff zurück und passt sich der neuen Körperform an. Reicht bei sehr schlaffer Haut die natürliche Hautanpassung nicht aus, können zusätzliche Eingriffe zur Verkleinerung des Hautmantels (z.B. Bauchdeckenplastik, Oberschenkelstraffung) erforderlich werden. Kommt ein solcher Zusatzeingriff bei Ihnen in Betracht, werden Sie darüber gesondert aufgeklärt.


Welche Risiken hat eine Fettabsaugung?
Im Allgemeinen sind Operationen zur Absaugung von Fettgewebe mit einem besonders niedrigen Risiko behaftet. Bei einem operativen Eingriff sind jedoch Komplikationen nie vollständig auszuschließen und im Einzelfall nicht vorhersehbar. So sind beispielsweise das Ausmaß und die Dauer von Schwellungen und Blutergüssen, die nach jeder Operation zu erwarten sind, individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Sehr selten sind Infektionen des Wundgebietes, die aber bei geeigneter Behandlung das Ergebnis nicht unbedingt verschlechtern müssen. Ebenso selten sind Wundheilungsstörungen, wobei meist Faktoren eine Rolle spielen, die im Gespräch vor der Operation ausführlich behandelt werden, wie beispielweise die verzögerte Heilung bei Zuckerkranken, Rauchern und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen.


Operatives Vorgehen
Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Um die Fettzellen zu lockern und die Blutungsneigung zu verringern, wird vor der Fettabsaugung eine größere Menge Flüssigkeit (Kochsalzlösung) mit medikamentösen Zusätzen in das Operationsgebiet eingespritzt. Eine speziell geformte Absaugkanüle, die mir einer Vakuumpumpe oder einem Ultraschallgerät verbunden ist, wird durch einen kleinen Hautschnitt in das Fettgewebe eingeführt und dann der Überschuss an Fettgewebe entfernt. Das Fettgewebe wird dabei „modelliert“.

In beschränktem Umfang und unter bestimmten Vorraussetzungen kann abgesaugtes Fettgewebe wieder injiziert werden, um z.B. kleinere Konturenunregelmäßigkeiten auszugleichen oder um eine Volumenvermehrung (z.B. im Gesichtsbereich) zu erzielen. Falls dieses bei Ihnen in Frage kommt, werden Sie darüber gesondert informiert.


Welche verschiedenen Techniken der Liposuktion gibt es?
Bei der Tumeszentechnik (tumeszent = Schwellung; so benannt wegen der Anschwellung der Fettzellen bei dieser Technik) werden große Mengen an Flüssigkeit – manchmal dreimal soviel wie die zu entfernende Menge an Fett – eingebracht. Das ist die Standardtechnik bei der bewährten Formen von jeder Liposuktion. Das Fettgewebe wird Aufgeblasen gleichzeitig Betäubungsmittel und Mittel gegen Blutungen eingebracht. Auf eine zusätzliche Narkose wird deshalb verzichtet. Dieses Verfahren leitet die Fettabsaugung eigentlich ein. Die Fettabsaugung – egal mit welcher Technik – erfolgt erst nach Betäubung und Lockerung (Aufblasen) der Fettgewebe mit der Tumeszenz Technik.

Die PAL (Power Assisted Liposuction) oder Vibrationsmethode (Vibrationslipolyse) wird zunehmend bei Arealen mit viel bindegewebigem Anteil zur technischen Erleichterung des Absaugvorgangs eingesetzt. Das ist die Bevorzugteste und weltweit am meisten verbreite eigentliche Absaugungstechnik, welche von uns auch gerne verwendet wird.

Bei der Wasserstrahltechnik wird das betäubende Mittel wie bei der Tumeszenztechnik mit hohem Druck eingespritzt. Es wird aber nicht auf die schmerzstillende Wirkung der Tumeszenzlösung gewartet, sondern – meist in Narkose – wird das Fett sofort abgesaugt und durch andauernde Spülung ausgespült, infiltriert und weiter abgesaugt.

Diese Technik sollte unter Vollnarkose oder zumindest unter Anwendung von intravenösen Beruhigungsmitteln durchgeführt werden und dauert meist ein bis zwei Stunden. Die Wasserstrahltechnik befindet sich noch in der Erprobungsphase. Sie ist zwar gut, Vorteile können aber im Hinsicht mit der Vibrationslypolyse kaum aufweisen. Der obligatorische Dämmerschlaf und große Flüssigkeitsmengen belasten die Patienten zusätzlich.

Die Ultraschall Assistierte Aspirationslipektomie (UAL) verwendet eine besondere Kanüle mit der Fähigkeit, Ultraschallenergie vor Ort im Fettgewebe abzugeben, um die Fettzellen zu sprengen, worauf das verflüssigte Fett wie in der traditionellen Technik abgesaugt wird. Das Einsatzgebiet der UAL liegt bei der Entfernung von Fett aus Gebieten mit viel Bindegewebe wie dem oberen Rücken oder der männlichen Brust. Auch bei Zweieingriffen kann die UAL von Vorteil sein. Die Durchführung der UAL dauert in der Regel deutlich kürzer als die traditionelle Technik aber die Gefahr von Komplikationen einschl. Absterben von Haut sind viel größer. Deshalb verwenden wir diese Technik nicht. Der Chirurg muss ja fühlen können was er macht – bei der Feinmodellierung kommt es gerade auf die Handarbeit an. Geräte von denen die Fettabsaugung selber gesteuert wird sind abzulehnen, die können nämlich viel schneller Dellen, Cellulite und Narben verursachen...



    

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